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Dialogplattform Einzelhandel: Nahversorgung durch Kooperationen sichern

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12.06.2017. Eine wirtschaftliche Tragfähigkeit von Nahversorgungseinrichtungen ist an peripheren Standorten oftmals nur noch schwer zu erreichen. Experten unterschiedlicher Akteursgruppen empfehlen deshalb das Prinzip der Leistungsbündelung. Ein solch mehrfunktionaler Ansatz bildet seit jeher den Kern aller Konzepte der Initiative NAHVERSORGT.

Demografische Veränderungsprozesse, ein geändertes Konsumentenverhalten und technologische Entwicklungen führen dazu, dass sich Einrichtungen der Nahversorgung insbesondere in ländlichen Räumen zunehmend aus kleineren Orten zurückziehen. Eines der Ergebnisse der „Dialogplattform Einzelhandel“, die am 6. Juni 2017 auf der Abschlussveranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentiert wurden, lautet daher: Die Attraktivität ländlicher Regionen wird sich unter den neuen Rahmenbedingungen nur aufrechterhalten und verbessern lassen, wenn einerseits verschiedene Akteure zusammenarbeiten und ihre Prozesse miteinander verknüpfen und sie andererseits die Digitalisierung als Hebel nutzen, um infrastrukturelle Nachteile gegenüber städtischen Räumen zu reduzieren. Hierfür bedarf es, so die Forderung, eines fachlich versierten „Kümmerers“, der die unterschiedlichen regionalen Interessen zusammenführt und mit ihnen gemeinsam standortangemessene Konzepte entwickelt. 

Die Dialogplattform Einzelhandel wurde Anfang 2015 vom BMWi ins Leben gerufen. Sie ging auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag von 2013 zwischen CDU, CSU und SPD zurück. Im gemeinsamen Dialog erarbeiteten Experten aus den vom Strukturwandel betroffenen Akteursgruppen in insgesamt 16 Workshops zu fünf Themenfeldern Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen, mit denen der Einzelhandel seinen Herausforderungen begegnen soll.

Die Initiative NAHVERSORGT brachte ihre Ansichten und Erkenntnisse in die Workshop-Reihe zum Themenfeld „Perspektiven für den ländlichen Raum“ ein. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, inwieweit unterschiedliche Konzepte der Nahversorgung und regionale Kooperationen zur Stärkung ländlicher Regionen als Standorte für Handel, Arbeit und Wohnen beitragen können und welche Rolle dabei der Digitalisierung zukommt. Ein Online-Bericht fasst die erarbeiteten Ergebnisse der Workshop-Reihe zusammen. Die Abschlussdokumentation „Neue Perspektiven für den Einzelhandel“, in der die Handlungsempfehlungen aller Themenfelder aufgegriffen werden, steht ebenfalls auf den Seiten des BMWi zum Download bereit.

Unsere Einzelhandelsfachberater setzen sich seit mehr als 15 Jahren dafür ein, dass auch die ländlichen Räume als attraktive Wohn- und Arbeitsstandorte erhalten bleiben. Denn nur mit einer ausreichenden Kunden- und Umsatzbasis kann eine flächendeckende Nahversorgung gewährleistet werden, die auf kurzen Wegen auch für mobilitätseingeschränkte Bevölkerungsgruppen in peripher gelegenen Orten erreichbar bleibt. Insofern stehen die Lösungen der Initiative NAHVERSORGT Pate für die Empfehlungen der Dialogplattform.

Haben Sie Fragen zu den Nahversorgungskonzepten und Strategieempfehlungen der Initiative NAHVERSORGT? Dann sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Telefon:    (0180) 362 48 48 (9 Ct./Min. aus den dt. Festnetzen, max. 42 Ct./Min. aus den dt. Mobilfunknetzen)
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